Natur- und Umweltschutz in den Europäischen Regionen

Dienstag, 28. November 2017

Merkel rügt Minister Schmidt

Foto © Dr. Ernst Hoplitschek
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit deutlicher Kriitik die Zustimmung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) für eine Verlängerung des Einsatzes des Unkrautvernichters Glyphosat um fünf Jahre reagiert. "Das entsprach nicht der Weisungslage, die von der Bundesregierung ausgearbeitet war", sagte Merkel. Union und SPD hätten eine andere Geschäftsordnung verabredet und diese gelte auch für eine geschäftsführende Bundesregierung", so Merkel am Rande des heutigen "Dieselgipfels" (28.11.2017). - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

Montag, 27. November 2017

Glyphosat geht in die Verlängerung

Foto © Dr. Ernst Hoplitschek
Der Unkrautvernichter Glyphosat darf in der EU weiter eingesetzt werden. Die EU-Länder beschlossen heute (27.11.2017), die Zulassung der Chemikalie um weitere fünf Jahre zu verlängern. 18 der 28 EU-Länder stimmten in Brüssel für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission, neun waren dagegen und ein Staat enthielt sich. Auch der deutsche Agrarminister Christian Schmidt (CSU) stimmte dafür - offenbar jedoch entgegen einer Absprache mit Umweltministerin Hendricks (SPD), die das Abstimmungsverhalten des Kabinettskollegen in ihrem „Online-Tagebuch“ so bewertet: „Jeder, der an Vertrauensbildung zwischen Gesprächspartnern interessiert ist, kann sich so nicht verhalten“.

Gesundheitsgefährdung umstritten

Im Hinblick auf die Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat ist sich die Fachwelt uneins. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation stuft Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Untersuchungen von europäischen Lebensmittelsicherheits- und Chemiebehörden sowie aus Kanada und Japan bestätigen diesen Verdacht allerdings nicht.

Bayer will Monsanto kaufen

Der Wirkstoff wird seit Jahrzehnten eingesetzt, Glyphosat wird in der konventionellen Landwirtschaft gegen im Acker-, Wein- und Obstbau, beim Anbau von Zierpflanzen, auf Wiesen, Weiden und Rasenflächen sowie im Forst verwendet. Er ist Kernbestandteil in dem umsatzstarken Mittel „Roundup“ des US-Saatgutriesen Monsanto, den der Konzern Bayer aus Leverkusen für mehr als 60 Milliarden Dollar erwerben will.

Kommentar

Was darf eigentlich ein „geschäftsführender Landwirtschaftsminister“alles entscheiden? Oder wollte Herr Müller von der CSU hier ein Präjudiz schaffen, weil die SPD als Partner einer zukünftigen Großen Koalition wohl ihre Zustimmung zur Verlängerung wohl verweigert hätte. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

Samstag, 25. November 2017

Zwei Trauerschwäne...

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...gesehen am 23.11.2017, nahe Lommersum, Gemeinde Weilerswist, Kreis Euskirchen. Der Trauerschwan (Cygnus atratus) oder Schwarzschwan gehört zur Gattung der Schwäne (Cygnus) und der Familie der Entenvögel (Anatidae). Er ist der einzige fast völlig schwarze Schwan und hat außerdem den längsten Hals aller Schwäne. das natürliche Verbreitungsgebiet des Trauerschwans ist Australien, in Neuseeland ist der Trauerschwan eingebürgert. In Europa kommen ausschließlich ausgesetzte und verwilderte Trauerschwäne vor, so die Beschreibung in Wikipedia.- Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

Samstag, 18. November 2017

Geheimnisvolle Pflanze: Die Mistel

…kennen viele aus Asterix und Obelix. Man sieht sie jetzt allenthalben in der Landschaft. Was sind Misteln? Misteln sind immergrüne Halbschmarotzer, die auf Bäumen und Sträuchern wachsen. Sie leben auf Pappeln, Weiden,
Fotos © Dr. Ernst Hoplitschek
Apfelbäumen, Birnbäumen, Weißdorn, Birken, Eichen, Linden und Ahornen. Volkstümliche Bezeichnungen der Mistel sind nach Wiki "Donnerbesen, Druidenfuß, Hexenbesen. Hexenkraut, Wintergrün, Bocksbutter, Albranken, Vogelkraut, Kreuzholz". Die weißen Beeren und auch die übrigen Pflanzenteile der Mistel sind giftig; daher Kinder davon fern halten. In der Medizin  kommt die Mistel als blutdrucksenkendes Präparat zur Anwendung. Das Küssen unter in Wohnungen aufgehängten Mistelzweigen gehört zu den Weihnachtsbräuchen in den USA und England. 


Mangelnde Pflege als Ursache


Als Ursache für die Ausbreitung der Mistel sehen die NABU-Experten vor allem in der unregelmäßigen Pflege von Streuobstbeständen. Daneben begünstigen wohl auch klimatische Veränderungen, wie lange Trockenphasen und der daraus resultierende Stress für die Obstbäume, den Vormarsch. -  Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

Mittwoch, 8. November 2017

Stopp: Kreuzzfahrt-Kolosse in Venedig

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Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 55.000 Tonnen dürfen bald nicht mehr vor dem historischen Zentrum Venedigs entlangfahren. Die Monsterschiffe, die den nahe gelegenen Markusplatz ("Piazza San Marco") passieren, sind seit langem in der Kritik. Umwelt- und Kulturverbände sagen: Das Unesco-Welterbe Venedigs sowie das sensible ökologische Gleichgewicht in der Lagune sei bedroht. - Text: Dr. Ernst Hoplitschek, Foto © Hannelore Hoplitschek