Natur- und Umweltschutz in den Europäischen Regionen

Samstag, 12. August 2017

Reiseziele in der Euregio: Kloster Steinfeld


Basilika
Gelegen auf einer Anhöhe in der Eifel im Süden der Gemeinde Kall (Kreis Euskirchen), auch „Eifelkloster“ genannt. Seit 1923 ist es im Besitz des Salvatorianerordens, der in Steinfeld das Hermann-Josef-Kolleg, ein Gymnasium, eine private Kunstakademie und das Franziskus-Jordan-Gästehaus unterhält. Das Kloster nahm seinen „Betrieb“, so heißt es, im 11. Jahrhundert auf. Bis zur Säkularisation im Jahre 1802 standen dem Kloster durchgehend 44 Äbte vor.

Berühmt: Die König-Orgel

König-Orgel und Sarkophag
Die Basilika ist wohl der auffälligste Teil des Klosters. Einzelne Teile des Gebäudes bestehen aus verschiedenen Kunstrichtungen, vom ursprünglichen romanischen Stil, über Barock, Gotik und der Renaissance. Die Basilika besteht aus sechs Kapellen, wozu die Stephanuskapelle und die Ursulakapelle zählen. Berühmt ist die König-Orgel, vollendet im Jahre 1727 durch Balthasar König aus Bad Münstereifel.  

Sarkophag

Kreuzrippen und Deckenbemalung
Inmitten der Basilika befindet sich das Grab bzw. der Sarkophag von Hermann Joseph von Steinfeld, bestehend aus einer Platte mit einer liegenden Figur obenauf.  Dieses Grab ist Anlass und Ziel vieler Wallfahrer, von denen viele auf dem Grab ein paar frische Äpfel niederlegen.  

Rundgang mit Sehenswürdigkeiten

"Dornengeflecht" -
Bei einem Rundgang in der Basilika und um diese herum ist viel zu entdecken; die Kreuzrippen und wunderschöne Deckenbemalung – siehe Foto -, der Chor mit Hochaltar, eine Pieta, die Kreuzwegstationen, das Missionskreuz und der Maria-Magdalena-Altar.  Auch kleine Elemente zeugen von der Schönheit der Basilika, etwa das „Dornengeflecht" an den runden Fenstern (Sandstein), oder der Türknauf in Form eines Fisches.

Klosterladen

Sonnenuhr vor der Prälatur 
Nahe der Prälatur entdeckt man eine moderne Sonnenuhr, die Plastik des Franziskus Jordan, dem Ordensgründer der Salvatorianer
Franziskus Jordan
(1881). Neben weiteren Anbauten gehört zur Anlage auch ein „Klosterladen“, der, neben den üblichen „Andenken“ u.a. auch Kaffee und Kuchen anbietet. 

Wer Zeit hat, kann auch noch das nahegelegene Kloster der Bendiktinerinnen besuchen und den Nonnen bei ihren Gebeten zuhören. 

Beim Weg zum Parkplatz streift das Auge noch einen auffälligen Wegweiser zum Soldatenfriedhof Steinfeld bestehend aus einer handgeschnitzten Figur aus Holz; leider kann man diesen aber nicht betreten, da das Tor verschlossen ist.  – Text/Fotos © Dr. Ernst Hoplitschek

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