![]() |
| Auslaufmodell "Benziner" Foto © EH |
Keine Perspektivpolitik
Es ist geradezu grotesk, dass in einer Zeit, wo Experten das baldige „Aus“ für den Verbrennungsmotor
prognostizieren und Länder wie Frankreich eine attraktive „Abwrackprämie“ in
Höhe von bis zu 10.000 Euro für den „Umstieg“ subventioniert, und eine Auto-Marke wie VOLVO ab 2019 nur noch Modelle
mit Elektro- und Hybridantrieb bauen will, hält Deutschland am „Benziner“ fest.
Das ist keine Perspektivpolitik, sondern ein Rückschritt. Sie ist auch ökonomisch
irrational und bestärkt nur die internationale Konkurrenz, die die Produktion von Autos mit Elektroantrieb mit
Verve betreibt. Auch das Argument, man dürfe keine Jobs am „Auto-Standort
Deutschland“ gefährden, kann langfristig nicht verfangen, da es Jobs in einer ohnehin
historischen auslaufenden Branche sind, deren Mitarbeiter Gefahr laufen,
tatsächlich alle arbeitslos zu werden, weil die Konzernlenker und der Staat es versäumt
haben, viel Geld in die Hand zu nehmen, um diese „Autorevolution“ zu bestehen.
Fazit
Die „Lobbyisten“, so mein Fazit, haben beim „Diesel-Gipfel“ ganze
Arbeit geleistet und sichern der Autoindustrie weiter ihre satten Gewinne zu
Lasten der Umwelt und der Gesundheit der Menschen zu. Meine Forderung: Mittels eines Gipfels, auch unter der Beteiligung von Verbraucherschutz- und Umweltverbänden - die man nach Berlin nicht eingeladen hatte, – müsste höchst dringlich über die Zukunft der Mobilität generell beraten und entschieden werden. - Text/Foto: Dr. Ernst Hoplitschek

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen