Natur- und Umweltschutz in den Europäischen Regionen

Montag, 7. August 2017

Reiseziele in der Euregio: Die Monschauer Heckenlandschaft




In loser Reihenfolge stellen wir markante Orte bzw. besondere Sehenswürdigkeiten zunächst in der „Euregio Maas-Rhein“ vor. Heute geht es um die Monschauer Heckenlandschaft. Wer von Aachen kommend durch die Eifel fährt, der sieht z.B. im Dörfchen Höfen - siehe Fotos - ganz markante Hecken, die  
oft auch die Wohnhäuser überragen. Historiker datieren die Entstehung dieser gewaltigen Hecken, zumeist aus Rotbuchen bestehend, in das 17.

Jahrhundert. Ein wichtiger Grund, solche Hecken in die Flur und um die Behausungen von Tieren und Menschen anzupflanzen, seien die eiskalten Westwinde, die aus dem Hohen Venn in Belgien über die östlichen und zumeist baumlosen Hocheifelflächen fegen.

Hecken bieten ganzjährigen Schutz

Die Hecken bieten gegen solche Winde einen ganzjährigen Schutz. Man belässt den Hecken das vertrocknete Laub aus dem Vorjahr bis ins nächste Frühjahr; in den warmen Jahreszeiten bieten sie hingegen Schatten und sorgen für Abkühlung. Es gibt viele Schnittformen: Man sieht Torbögen, die Hauszugänge sind sowie in die Heckenwand geschnittene „Fenster“. Die intensive Pflege der Hecken durch die Einheimischen wird alljährlich belohnt. Eine spezielle Kommission der Städteregion Aachen prämiert die schönsten Hecken der Gemeinden Monschau, Simmerath und Roetgen. – Text/Fotos: Dr. Ernst Hoplitschek


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